Winterhilfe

Winterhilfe

Jedes Jahr im Winter stehen wir vor den gleichen Herausforderungen:

Tagelöhnerjobs in Landwirtschaft und auf dem Bau fallen weg

und das Einkommen der Familien wird noch geringer. Gleichzeitig wird Winterholz

zum Heizen und Kochen benötigt und undichte Fenster und Türen, nicht isolierte

Wände und schlecht funktionierende Öfen machen die Wohnsituation noch

katastrophaler. Für Lebensmittel ist immer weniger Geld da. Manche Siedlungen

sind bei Schnee nicht immer erreichbar und die Kälte und Feuchtigkeit dringt in

jede Ritze. Manche Kinder verbringen Tage im Betten unter Decken, damit sie nicht

erfrieren. Waschen und Trocknen der Wäsche ist nur sehr schwierig zu

realisieren. Besonders Kinder leiden unter Atemwegserkrankungen bis zur

Lungenentzündung. Unerkannte Infektionen bei Säuglingen führen nicht selten zum

Tod, da die medizinische Versorgung mangelhaft oder nicht erreichbar ist. Die

Ernährungssituation wird immer schwieriger und der Hunger ist in vielen

Familien allgegenwärtig.

 

Was wir tun:

 

Wir intensivieren die Lebensmittelversorgung. Auch Familien,

die nicht im Programm sind, werden mit Lebensmitteln versorgt. Das ist oft nur

durch Sonder- und Einzelspenden möglich. Jennys Telefon klingelt den ganzen Tag

und verzweifelte Mütter bitten um Essen, Milchpulver oder ein paar Windeln,

eine Warme Jacke oder Schuhe. Unser Team in Rumänien arbeitet ununterbrochen,

damit die Spenden bei den Menschen ankommen. Niemand fragt nach dem Feierabend.

Armut und Hunger kennen keinen Feierabend.

 

Wir helfen mit medizinischer Nothilfe. Fiebersaft,

Antibiotika und Hustensaft kaufen wir in großen Mengen und fahren mit einem

Arzt in die Siedlungen. Eine Hütte wird zum Behandlungszimmer. Medikamente, die

vorrätig gekauft wurden, werden gleich nach der Untersuchung ausgegeben.

Rezepte nehmen unsere Sozialarbeiter mit und holen die Medikamente aus der

Apotheke. Die Zuzahlungen oder auch die gesamten Kosten übernehmen wir. Am

nächsten Tag bringen sie die Medikamente zu den Menschen und erklären die

Einnahme, denn nicht jeder Erwachsene kann lesen.

 

Wir helfen mit Holz zum Heizen und Kochen. In den meisten

Haushalten ist der Ofen die einzige Heiz- und Kochmöglichkeit. Holz ist teuer

geworden, im Wald Holz sammeln ist bei hohen Strafen verboten. Soweit es geht,

bezahlen wir Holzlieferungen an die Familien.

 

Wir kümmern uns in dieser Zeit auch noch mehr um unsere

Senioren. Manche können das Haus nicht mehr verlassen und sind auf die Pflege

von unserem Krankenpfleger Mihai und die Lebensmittellieferungen angewiesen. Unterstützt

wird Mihai oft von Kaschka, Jennys Tochter, die mit Mihai unter oft

unglaublichen Bedingungen den Menschen hilft. Manchmal ist kein Strom da und

das einzige Licht kommt vom Handy.

 

Ein sanfter Händedruck, eine Umarmung und verständnisvoller Zuspruch

sind umsonst … Pflegebedarf, Medikamente und Lebensmittel kosten Geld. Wir

nehmen, was wir haben und tun, was wir können. Jeder Euro sorgt dafür, dass wir

auch in diesem Winter so vielen Menschen wie möglich helfen können. Die Not ist

riesig und jede Spende mit dem Stichwort „Winterhilfe“ wird dafür sorgen, dass Kinder,

Familien und Senioren nicht hungern oder frieren und medizinische Versorgung

erhalten.